Musik zu hören ist eine Sache. Musik zu beschreiben eine Andere. Mit der Aussage gefällt mir oder gefällt mir nicht, ist keinem geholfen. Das Vergleichen mit anderen Interpreten oder Musikstücke, ist unfair gegenüber den einzelnen Urheber.

Aus diesen Gründen gibt es hier einige Gedanken, die beim Hören einfach in den Sinn kamen. Beeinflusst durch den Song-Titel, mit einem Versuch den jeweiligen Song kurz zu beschreiben.

Gedanken

Sunrise

Du siehst den ersten Hauch des Morgenrots.
Erste Sonnenstrahlen blitzen dir freudig ins Gesicht.
Jung und zart. Stark und fordernd.
Die Welt erwacht, ein neuer Tag bricht an.

„Sunrise“ ist ein Song, der die Melancholie mit der Frische eines neuen Tages verbindet. Erweckend ohne zu erschrecken. Ausdrucksstark mit klaren, aber sanften Tönen.

Lakes

Nebelschwaden liegen, wie ein Schleier, über dem See. Du tauchst ein in diese Wand aus Wasser und Luft. Du gleitest über dieses Gewässer ohne ihn zu berühren. Es ist mehr ein Schweben und der Nebel wird dünner und verschwindet dann ganz. Ein tiefes blau soweit das Auge reicht. Glatt mit vielen Kreisen die sich im nichts verlieren.

„Lakes“ regt an und nicht auf. Es inspiriert zu neuen Taten mit klaren und sanften Gitarrenklängen, die sich Paaren mit den sphärischen Klängen der gesamten Melodie.

Lowlands

Verspielt wie ein junger Adler, der in das Tal fliegt. Elegant bis leicht tölpelhaft, jung und frisch. Der Wind erfasst dich und trägt dich nach oben. Höher und immer höher, um dann wieder zurück in das tiefe Tal zu gleiten.

„Lowlands“ wirkt durch seine Komposition leicht verspielt. Erwachsen wird der Song durch die eindringenden Klänge der Gitarre.

Clouds

Mit der Leichtigkeit einer Feder gleitest du durch die Lüfte. Kleine Schleierwolken umgeben dich. Du bist schnell, sehr schnell. Ohne Weg und ohne Ziel. Ein Hauch von Sehnsucht umgibt dich. Die Sehnsucht nach vergangenen Erlebnissen, aber auch die Hoffnung umspielt deine Gedanken. Hoffnung, auf die Zukunft, die vor dir liegt. Ein Schleier liegt über deinen Augen, aus denen ein paar Tränen tropfen. Schleier, wie die Schleierwolken, an einem schönen Tag.

„Clouds“ ist leicht und luftig, wie der Titel. Die macht die gesamte Instrumentierung aus, die einen Hauch von Sehnsucht vermittelt. Sehnsucht, die uns die Gitarre regelrecht spüren lässt. Sanfte Synthesizerklänge untermalen das Ganze, dass seine Vollendung in den Vocalparts findet.

Rainforest

Der Regenwald, leise und doch laut. Eindringlich in seinen Eindrücken. Entspannend durch den Klang der vielen Geräusche. Über dich ein grüner Himmel aus Blättern unzähliger Bäume. Du schließt die Augen und genießt den Klang. Friedlich, nicht still. Der Wald lebt.

Melancholie und Sehnsucht vermittelt „Rainforest“ durch die Klänge der Gitarre. Der Rhythmus durch die Drums lässt mitwippen und bringt sehr viel Bewegung in diesen Song, ohne das man dazu tanzen will.

Ice

Endlose Weiten mit einem Punkt am Horizont. Ein Flackern? Ein Schatten? Einbildung? Alles ist weiß um dich. Eis und Schnee soweit das Auge vermag zu sehen. Keine Kälte, kein Frost ist zu spüren. Helles Licht, umgibt einfach nur dich.

Tief, eindringlich und mit dem hellen Klang des Pianos entführt „Ice“ in eine ganz andere Richtung. Letztendlich jedoch harmonisch zu allen anderen Songs.

Canyons

Stell dir vor, du stehst ganz oben vor dem Abgrund und hast ein gewaltiges Massiv aus Stein und Geröll unter dir. Du nimmst Anlauf mit deinem Drachen und stürzt dich in den Abgrund. Der Wind fängt dich auf und trägt dich wieder hoch zu der Ebene. Rauf und wieder runter. Sanft und ohne Anstrengung. Du streifst dabei hauchzart an den Baumspitzen vorbei und fühlst dich frei, frei wie ein Vogel. Stille umgibt dich. Nur das säuseln des Windes hörst du. Du gleitest dahin, ohne dein wahres Ziel zu kennen. Dein Blick in die tiefen Schluchten gerichtet, um dann schnell wieder den Himmel zu sehen.

Ein Grollen, einsetzender Rhythmus und dann die Melodie. So startet „Canyons“, einfach aber effektiv mit einem gewissen Esprit.

Atmosphere

Über den Gipfel der Wolken fliegst du. Leicht, aber nicht schwerelos. Du machst eine Reise um deinen Planeten Erde. Die blauen Farben und Schattierung ändern sich. Der Himmel verbindet sich mit dem Wasser. Das Wasser umschließt den Himmel. Es wird Nacht und wieder Tag. Erst Dunkel dann wieder hell. Umkreise den Planeten, der deine Heimat ist.

Mit „Atmosphere“ ist ein wechselhaftes Musikstück gelungen das man nicht alle Tage findet. Nach kurzen sanften Melodien springt einem immer wieder die ganze Kraft dieses Stückes an um dann wieder für einen kurzen Moment die eigene Ruhe zu finden.

Oceans

Segelnd gleitest du über das Wasser des stillen Ozeans. Kein Laut, in deinen Ohren. Nur der Wind und die Kraft des Meeres ist, als ein sanftes Rauschen, zu hören. Ein leichtes Gleiten über das Wasser, fast wie Fliegen. Wellen bemerkst du nicht. Du bist Eins. Eins mit dem Wasser, und das was dich umgibt. Schließ die Augen und du verstehst.

Meeresrauschen zu Beginn vermittelt den Start einer Reise über das Wasser. Fast unbemerkt setzt ein Instrument nach dem anderen ein. Man glaubt das Rauschen des „Oceans“ noch zu hören. Dabei haben einen schon ganz andere Effekte wieder in Beschlag genommen.

Sunset

Der Tag neigt sich dem Ende, ein Tagewerk ist vollbracht, letzte Sonnenstrahlen am Horizont verkünden das herannahen der Nacht. Wie ein roter Feuerball versinkt die Sonne, lautlos, sogar sanft, verlässt sie den Tag und es ist Nacht.

Nach dem fast einminütigen Intro des Pianos, kommt kraftvoll und schon fast melancholisch die Gitarre zum Einsatz. Begleitet von einem „Streichereinsatz“, der regelrecht nach einen Orchester ruft, so muss man sich „Sunset“ vorstellen.

Melodisch, kraftvoll und sanft, klingt somit „Nature´s Odyssey“, von Shaped-Signs, aus.