Letzte Bearbeitung,
02.07.2005
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1987-1991
Im
September 1987 erschien „Islands“. Auch dieses Album hatte nur ein
Instrumentalstück mit sechs Popsongs. Bei diesem Album verpflichtete er
unter anderen Bonny Tyler.
Mittlerweile ließ er sich von seiner Frau Sally Cooper scheiden und lebte
fortan mit Anita Heglerand zusammen. Die Norwegerin ist einigen noch bekannt
aus der Zeit, als sie im Kindesalter mit Roy Black „Schön ist es auf der
Welt zu sein“ sang.
Im Sommer 1988 wird die gemeinsame Tochter Greta Marie geboren.
Nochmals zu „Islands“. Im allgemeinen reagierte die Presse mit Zurückhaltung
auf sein neues Werk. Die Verkäufe waren schlechter als die vorhergehenden
Alben.
Den
Fans erschien das Album ein wenig merkwürdig, obwohl „The Wind Chimes“ eines
seiner Meisterwerke ist. Auch das Video hatte nur mäßigen Erfolg, weil
anscheinend die instrumentelle Schiene zu langatmig war und das Video nicht
ausgereift genug war. Dennoch gab es einzelne Singleerfolge.
Zu erwähne ist, das Mike Oldfield vier Co-Produzenten an dem Album „Islands“
beteiligte. Simon Philips, Alan Shacklock, Michael Cretu und Geoffrey Downes
sowie insgesamt fünf Sänger Kevin Ayers, Anita Hegerland, Bonnie Tyler, Jim
Price and Max Bacon.
Eigentlich sollte „Magic Touch“ mit Max Bacon veröffentlicht werden. Da er
aber unter Vertrag bei Arista stand, kam auf dem Album Jim Price zu ehren.
Die Single erschien jedoch mit Max Bacon. So kam es, das von „Magic Touch“
zwei Versionen auf dem Markt erschienen.
1989
erschien das Album „Earth Moving“ auf Druck von Virgin Records ein Album mit
10 Vocalstücken. Virgin forderte Mike Oldfield dazu auf, kein
Instrumentellestück zu produzieren. Seine Fans und auch er selber sprechen
heute nur ungern über dieses Album, obwohl es Charterfolge mit der Single
„Innocent“ hatte.
Zwei Wochen nach Erscheinen von "Earth Moving" stand die Platte in den
deutschen LP-Charts auf Platz 1 und konnte sich dort lange halten. Auch die
Singelauskopplung "Innocent" mit Anita stieg hoch in den Single-Charts
Europas.
Obwohl das Album in die kommerzielle Schiene passte, verkaufte es sich nur
schlecht, gemessen an Mike Oldfields Standards. Wobei andere Stars mit den
Verkaufszahlen von „Earth Moving“ wohl zufrieden gewesen wären.
Im Frühjahr 1990 wurden Anita und Mike Oldfield zum zweiten
Mal Eltern, Sohn Noah Daniel wurde geboren.
1990
wurde das Album „Amarok“ nach der Devise „back to roots“ veröffentlicht. Das
Album wurde vielfach als „Ommadwan 2“ bezeichnet, da auch Mike Oldfields
alte Freunde, u.a. Paddy Maloney mitspielte und Tom Newman als Co-Produzent
teilnahm. Es waren die alten Veteranen aus der alten Zeit zusammen gekommen.
Der Titel des Albums „Amarok“ ist ein Fantasiewort und hat seine Wurzeln aus
dem gallischen Worten „Morgen“ und „Happy“. Die Buchstabierungen in dem
Stück haben die Aussage (I am a Rock) „Ich bin ein Fels“. Damit ist gemeint
das er seinen eigenen Trends folgt und nicht das wiederholt was andere
bereits getan haben.
Abgesehen von dem Stück das Janet Braun als Maggie Thatcher kennzeichnet,
ist das Album eine komplette Rückkehr zu einem Instrumentalen Album. Das
Stück ist auf der CD ein ununterbrochener Opus von exakt 60 Minuten.
Mit diesem Album gewann der „Meister der 1000 Overdubs“ das ansehen als der
beste Multi-Instrumentalist der Welt, da er in einer Region von über 60
Instrumente spielte. Mike Oldfield verwendete dabei viele Dinge aus dem
täglichen Leben wie zum Beispiel Schuhe, Staubsauger, Löffel, Fingernägel,
Hundespielzeug usw.
Leider waren die Verkäufe des Albums auch sehr schlecht und die Kritiker
verrissen es. Seine treuen Fans bezeichnen das Album als einfach unglaublich
und freuten sich über ein monumentales Instrumentalwerk des Meisters.
„Heaven's
Open” wurde 1991 als das letzte Album zur Erfüllung des Vertrages mit Virgin
Records veröffentlicht.
Die unterschiedliche Meinung über Musik und Kommerz und persönliche Probleme
zwischen Mike Oldfield und Richard Branson, hatten sich in den letzten
Jahren zugespitzt und ließen sich nicht mehr lösen. Obwohl Richard Branson
wohl einlenkte, war Mike Oldfield mit dem Vertrag aus dem Jahre 1973 nicht
mehr glücklich. Aus verschiedenen Gründen und einem Gerichtsurteil musste er
für den Vertrag dreizehn, der ursprünglich vereinbarten sieben Alben bei
Virgin abliefern.
Seinen Zorn auf Virgin drückte er mit „Make Make“ deutlich aus, da Virgin
auf Kosten des kommerziellen Erfolges Mike Oldfield in seiner Originalität
einschränkte. Der Konflikt war weiter offensichtlich in dem Song "Music from
the Balcony". Ähnlich wie in „Amarok“ wird Branson mittels Morsealphabet
signalisiert wohin es geht.
Im Glauben, Mike Oldfield könnte nicht singen, nahm er sechs Monate
Unterricht bei Helena Shenel, bevor er das Album aufnahm und sich selbst vor
das Mikrofon stellt. Helena Shenel unterrichtet unter anderen George
Michael, Peter Gabriel und Paul Young.
1991 trennte sich Mike Oldfield nach 18 Jahren von Virgin und nach nur vier
gemeinsamen Jahren, von Anita Hegerland.
Mike Oldfield wollte eine Fortsetzung für „Tubular Bells“
mit den „alten Gesichtern“ machen. Dieser Nachfolger wurde gemeinsam mit
seinem alten Co-Produzenten Tom Newman während seines sechsmonatigen
Aufenthalts in Los Angeles produziert und hieß „Tubular Bells II“.
Ein weiterer Co-Produzent des Albums war Trevor Horn (Frankie Goes To
Hollywood). Nach seiner Rückkehr unterschrieb Mike Oldfield einen neuen
Vertrag bei WEA.
Mike Oldfield verließ seinen alten Manager, Richard Branson, und ging zu
Clive Banks, der auch „Simple Minds“ managt und ehemaliger Direktor von
Island Records war. |