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Details
This Compilation Conceived and compiled by Dirk Hohmeyer.
All tracks composed by Mike Oldfield except "Arrival" (Benny
Anderson & Björn Ulvaeus), "William Tell Overture" (Rossini), "Cuckoo Song"
(Michael Praetorius), "In Dulci Jubilo" (Robert Lucas Pearsall), "Wonderful
Land" (Jerry Lordan), "Étude" (Francisco Tárrega), and "Family Man"
(Oldfield, Cross, Fenn, Frye, Reilly, Pert).
Produced by Mike Oldfield except "Arrival", "Waldberg", "Wonderful
Land" & "Mistake" (Mike Oldfield & David Hentschel), "Moonlight Shadow", "To
France" & "Shadow On The Wall" (Mike Oldfield & Simon Phillips), "Five Miles
Out" & "Hergest Ridge" (Mike Oldfield & Tom Newman), and "North Star"
(Philip Glass).
Zur Live Side gibt es noch folgenden Text:
Mike Oldfield started to play live concerts in 1979, when he
performed with orchestra, choir and band. Recordings of this are featured on
the Live-double-LP EXPOSED.
This Side will present previously unreleased live-material
wich has been recorded in various concerts in the past years and introduce
the excellent musicans, who accompanied Mike Oldfield on his concert-tours
years 1981-1984.
Weitere Texte im deutschen Cover:
Tubular Bells
Gerade 17 Jahre alt war Mike Oldfield, als er die Musik für
ein Album komponierte, das zum Meilenstein der Rockgeschichte werden sollte.
Unter dem Titel "Tubular Bells" erschien das Werk dann einige Tage nach dem
20. Geburtstag des genialen Multi-Instrumentalisten, der fast alle
Instrumentalparts selbst eingespielt hatte. Es war die erste
Veröffentlichung auf dem neugegründeten Virgin-Label Richard Bransons. Die
LP, eine Platte von "Kraft, Energie und Schönheit" (so BBC-Pop-Moderator
John Peel damals) begann kurz nach ihrem Erscheinen ihre drei Jahre lang
fast ununterbrochene Herrschaft an der Spitze der englischen Charts und
wurde mit einem Grammy als "Best Instrumental Pop-LP" ausgezeichnet. das
Werk erregte großes Aufsehen bei Kritikern und Publikum und beeinflußte
durch seine ungewöhnliche Konzeption und reiche Kreativität viele
Komponisten/Songschreiber und auch Produzenten maßgeblich in ihrer Arbeit.
US-Regisseur William Friedkin verwandte Teile aus "Tubular Bells" als
Soundtrack für sein weltberühmtes Horror-Spektakel "Der Exorzist".
Hergest Ridge
Daß die Popularität Mike Oldfields nicht von irgendwelcher
Tagesgunst abhängig war, erwies sich ein Jahr später mit dem Nachfolge-Album
"Hergest Ridge". Es löste gleich nach dem Erscheinen "Tubular Bells" an der
Spitze der englischen LP-Charts ab, das sich für einige Zeit mit Platz 2
begnügen mußte. Weitaus heiterer und gelöster als das Vorgänger-Album,
spiegelten die Kompositionen auf "Hergest Ridge" aber auch Anklänge an die
Komponisten der zeitgenössischen Avantgarde wie Terry Riley, Steve Reich
oder Philip Glass wider. Oldfield bekannte damals: "Wenn ich die Musik
anderer Komponisten höre, gibt es da immer wieder kleine Stücke, die mir so
gut gefallen, daß ich am liebsten eine ganze Platte in der Art machen
würde."
The Orchestral Tubular Bells
Aber auch "Tubular Bells" hielt die Musikwelt weiter
gefangen. 1975 eroberte eine neue Version dieser Komposition die Charts in
aller Welt. Von Komponist/Dirigent und Oldfield-Freund und -Förderer David
Bedford orchestriert und vom Royal Philharmonic Orchestra interpretiert,
erlebte Oldfields "Opus I" einen Erfolg, wie es ihn in der Popwelt bis dahin
noch nicht gegeben hatte. Inzwischen haben die Verkaufszahlen der beiden
"Tubular Bells"-Alben die 10-Millionen-Marke längst überschritten.
Ommadawn
Das 1975er Album "Ommadawn" markiert einen Einschnitt in
Oldfields Schaffen. Erstmals hatte er eines seiner Werke mit anderen
Musikern eingespielt. Als besonders fruchtbar erwies sich dabei die
Zusammenarbeit mit Paddy Maloney, Dudelsackspieler bei der renommierten
irischen Folkband The Chieftains. Und so enthält denn die Musik neben
klassischen und Rock-Motiven auch ethnische Elemente - keltische ebenso wie
osteuropäische und afrikanische - und bezaubert durch den naiven Charme
traditioneller Kinderlieder. Nach dem Erscheinen von "Ommadawn" entzog sich
der eher introvertierte Künstler den ständigen Anforderungen des
Musikbusiness, um in der ländlichen Abgeschiedenheit seines Hauses in
Reading mit den Auswirkungen des plötzlichen Ruhms fertig zu werden.
Boxed
In der zweijährigen Pause, die nun folgte, erschien der
Sampler "Boxed". Die vier LPs dieser Kassette bieten reizvolle Remixe der
drei ersten Oldfield-Platten sowie seltenes und unveröffentlichtes Material
aus der Anfangszeit. Eine LP, "Collaborations" betitelt, gibt Proben von
Oldfields Zusammenarbeit mit anderen Künstlern - vor allem mit David
Bedford, von dem auch einige der Kompositionen stammen, Leslie Penning und
Persussionist Chris Cutler.
Incantations
1978 präsentierte sich mit dem Doppel-Album "Incantations"
ein - auch äußerlich - völlig veränderter Mike Oldfield der
Pop-Öffentlichkeit. Jetzt waren seine rocksymphonischen Klangmalereien, bei
aller Fortführung des bisherigen Schaffens, spielerisch aufgelöst, glichen
fröhlichen Exkursionen in die Welt der Musik. Im Sinne der Öffnung nach
außen war es denn auch konsequent, daß sich der bisher so publikumsscheue
Einzelgänger zur Live-Darbietung seiner Musik entschloß. Und als gelte es
die Jahre der Zurückgezogenheit mit einem Mal wettzumachen, gleich im
größten Stil. Im April 1979 brach ein selbstbewußt gewordener Mike Oldfield
mit einer fast 50köpfigen Band zu einer Europa-Tournee auf. Zeugnis von
diesem einzigartigen Spektakel legt das Doppel-Album "Exposed" ab. Die
gestrafften Konzert-Versionen von "Tubular Bells" und "Incantations" klangen
hier wesentlich rockiger, und der Pop-Hit "Guilty" ließ sogar Disco-Stimmung
in den Konzerthallen aufkommen.
Platinum
Mit "Platinum" betrat 1979 ein gleichsam "swingender" Mike
Oldfield die Szene. So findet sich hier eine attraktive Neuversion von
George Gershwins "I Got Rhythm", interpretiert von Sängerin Wendy Roberts.
Eine symbolische Geste für einen Musiker/Komponisten, der sich als erster
nicht um musikalische Abgrenzungsversuche kümmerte und mit gleicher
Selbstverständlichkeit Popsongs und Symphonien verfaßte. Im Titeltrack des
Albums zitiert Mike Oldfield dann zum Finale Philip Glass' Komposition
"North Star" - als Tribut an einen Kollegen, der auf einem benachbarten
musikalischen Feld tätig ist.
QE 2
Mit weiteren Überraschungen wartete 1980 "QE 2" auf.Diese LP
war das erste Oldfield-Album, das mit der Tradition brach, einen in der
Regel seitenlangen Track vorzustellen. Auf "QE 2" dauert die längste
Komposition, "Taurus I", 'nur' zehn Minuten. Darüber hinaus bot die Platte
eine Adaption des Abba-Hits "Arrival" und ließ zudem Phil Collins am
Schlagzeug hören. "QE 2" dokumentiert aber auch die Hinwendung des genialen
Multi-Instrumentalisten Oldfield zur Arbeit mit und in der Band. Mit Maggie
Reilly (Gesang), Tim Cross (Keyboards) sowie Mike Frye und Morris Pert (Drums,
Percussion) waren hier die Mitglieder der Formation versammelt, die Oldfield
auf seiner 81er Tournee und den nachfolgenden Alben begleiten sollte.
Five Miles Out
Eine ganz besonders glückliche Ergänzung hatte Mike Oldfield
in Sängerin Maggie Reilly gefunden. Ihre gleichermaßen hell- wie volltönende
Stimme machte aus Songs wie "Family Man" oder "Five Miles Out", die auf der
1981 erschienenen LP "Five Miles Out" den Kontrapunkt bilden zum
breitangelegten "Taurus II", kleine Pop-Kunststückchen. Die Titel "Family
Man" und "Orabidoo" waren übrigens - ein Novum - Gemeinschaftskompositionen
der Band; und für Personalities-Interessierte sei noch angemerkt, daß bei
der Komposition "Mount Teide" kein Geringerer als Carl Palmer
Gast-Percussionist ist.
Crises
Einen neuen Höhepunkt erlebte Mike Oldfield 1983, dem
10jährigen Jubiläum seiner Karriere, das er mit einem umjubelten Konzert in
der Londoner Wembley Arena beging. Hier stellte er seine Fans sein neustes
Werk "Crises" vor, das sich bald als erfolgreichste Veröffentlichung seit
"Tubular Bells" entpuppte. Das Album führte lange Zeit die LP-Charts an, und
auch die Single-Auskopplungen erreichten international Spitzenpositionen.
Weltweit zum Ohrwurm wurden Songs wie "Moonlight Shadow" (mit Maggie Reilly)
und "Shadow On The Wall" (mit Rockröhre Roger Chapman). Aufsehen erregte
aber auch das von Yes-Sänger Jon Andersson interpretierte "In High Places".
Discovery
Mit "Discovery" sei ihm, so Mike Oldfield, sein bislang
bestes Album gelungen. Von Oldfield in seinem schweizer Domizil am
Fairlight-Computer erarbeitet, enthält die Platte sieben Songs, welche die
mit "Crises" eingeschlagene Richtung zu Folk und Hard Rock weiterverfolgen,
und daneben ein langes Instrumentalstück, "The Lake", mit einem großen
Zusammenspiel zwischen Mike ldfield und Drummer/Coproduzent Simon Phillips.
Als Vokalisten brillierten Maggie Reilly (mit dem Pop-Hit "To France") und
Barry Palmer, mit dessen Stimme die kongeniale Ergänzung zu der Maggies
gefunden worden war - zum gefühlvollen Duo ("Tricks Of The Light") ebenso
begabt wie zum energischen Widerpart ("Discovery"). Begleitet von Simon
Phillips, Phil Spalding (Baß,Gitarre), Harald Zuschrader (Fairlight), Mickey
Simmonds (Keyboards), Barry Palmer und Maggie Reilly, feierte Mike Oldfield
im Herbst 1984 auf seiner "Discovery"-Tour dann auch Live-Triumphe.
The Killing Fields
Eine Art von Rückkehr zu den Anfängen vollzog Mike Oldfield
kurz darauf mit seinem Soundtrack-Album zum Film "The Killing Fields"
(Schreiendes Land) von David Puttnam. Für Oldfield bedeutete die Arbeit an
der Filmmusik eine reizvolle Herausforderung und gleichzeitig die Erfüllung
eines Traumes. Seitdem Teile aus "Tubular Bells" im "Exorzisten" Verwendung
gefunden hatten, trug sich Mike mit dem Plan, gezielt einen Soundtrack zu
schreiben. Elemente aus der Musik Ostasiens, Synthesizer-Passagen und
Orchestrales, dazu getragene Vokalpassagen, gesungen vom Tölzer Knabenchor,
ergänzen sich zu einfühlsamen Klanggemälden. Besonders eindringlich
dokumentiert wird das mit dem mit dunklen Soundfragmenten spielenden "Evacuation"-Thema,
das kongenial eine der Stimmungen des Oscar-preisgekrönten Filmepos
widerspiegelt.
Für diesen Künstler ist praktisch nichts mehr unmöglich
Der Kritiker der renommierten englischen Tageszeitung "The
Guardian", der so im Jahre 1975 seiner Begeisterung überschwenglich Ausdruck
verlieh, war überzeugt, im damals 22 Jahre alten Mike Oldfield einen Musiker
vor sich zu haben, von dem - nach phänomenalen Anfangserfolgen - auch für
die Zukunft Außergewöhnliches zu erwarten war. Wie recht er mit dieser
Einschätzung hatte, das hat der brillante Komponist/Multi-Instrumentalist
über die Jahre zur Genüge bewiesen. Ausgehend von "Tubular Bells", seiner
unter dem Arbeitstitel "Opus I" entstandenen richtungsweisenden Komposition,
hat Oldfield ein Werk vorgelegt, das ihn als eine der kreativsten und
originellsten der zeitgenössischen Komponisten-Begabungen ausgewiesen hat.
Am 15. Mai 1953 im englischen Reading geboren, machte Mike Oldfield erste
künstlerische Gehversuche als 14jähriger - gemeinsam mit Schwester Sally als
Folkduo Sallyangie. Mike, schon damals mehr an komplexeren Ausdrucksformen
interessiert, trennte sich nach nur kurzer Zusammenarbeit wieder von Sally,
um die gleichermaßen kurzlebige Amateurband Barefeet zu gründen.
Befriedigendere Möglichkeiten der künstlerischen Verwirklichung lernte er
erstmals in Kevin Ayers' Formation The Whole World kennen, der er sich 1969
als Bassist anschloß. In dieser Band hatte Ur-Soft Machine-Mitglied Kevin
Ayers Mitspieler wie Robert Wyatt, David Bedford und Lol Coxhill um sich
versammelt. Die differenzierte Musikalität der buntgemischten Truppe, deren
Repertoire überkommene Klischees der Rockmusik hinter sich ließ, neben
Jazz-Elementen auch mit Klangbildern der Minimalisten spielte und durch ihre
typisch englische Humorigkeit zu überraschen und bezaubern wußte, ist in
ihrem Einfluß auf Oldfields solistisches Schaffen durchaus hoch
einzuschätzen.
1971 trennte sich Oldfield von Ayers. Er arbeitete zunächst als
Studiomusiker und führte daneben sein bereits 1970 in Angriff genommenes
Solo-Werk weiter, dessen Veröffentlichung ihn 1973 mit einem Schlag
weltberühmt machen sollte: "Tubular Bells" - eine Komposition, von der er
auch heute noch zu Recht sagen darf: "Ich bin stolz auf dieses Musikstück
und werde es immer sein." Zahlreiche Veröffentlichungen haben seitdem
Zeugnis abgelegt von seiner rastlosen Kreativität, seinem Wandel, von
Neuorientierung und Weiterentwicklung. Auf ausgedehnten Tourneen bot
Oldfield seine Werke immer wieder auch live dar. Zu den spektakulärsten
seiner Konzerte dürfte neben dem Jubiläumsauftritt 1983 in der Londoner
Wembley Arena und seiner 1979er Debüt-Tournee, die er mit einem fast
50köpfigen Orchester unternahm, wohl die Londoner Live-Uraufführung von
"Tubular Bells" gehören, die im Juni 1973 in der Queen Elizabeth Hall
stattfand. Die Besetzungsliste der Premierenveranstaltung las sich wie ein
Auszug aus einem 'Who's Who' des progressiven Undergrounds der Zeit: Musiker
von Henry Cow und Gong, der Edgar Broughton Band, Kevin Ayers, Viv Stanshall
von Bonzo Dog, dazu Mick Taylor (damals noch bei den Rolling Stones, später
Gitarrist bei Bob Dylan) und Avantgarde-Komponist David Bedford waren an dem
für Rock-Schlagzeilen sorgenden Ereignis beteiligt.
Fast auf den Tag genau zehn Jahre später feierte Mike Oldfield im Juni 1983
mit dem denkwürdigen "Crises"-Konzert in der Londoner Wembley Arena eine
Schaffensdekade, in deren Verlauf er sich als einer der renommiertesten der
zeitgenössischen Komponisten/Musiker profilierte. Zum zehnjärigen Jubiläum
lancierte Oldfield auch sein eigenes Plattenlabel. Die erste
Veröffentlichung von Oldfield Music galt einem Künstler, dessen Schaffen
Mike von Anfang an geprägt und begleitet hat: David Bedford, dessen LP "Star
Clusters, Nebulae & Places In Devon/Song Of The White Horse" im Sommer 1983
erschien.
Seither hat Oldfield sich vermehrt mit den Möglichkeiten elektronischer
Klangerzeugung beschäftigt. Sein Album "Discovery" hat der virtuose
Multi-Instrumentalist am Fairlight-Computer erarbeitet. Ebenso die fast
gleichzeitig entstandene Filmmusik "The Killing Fields", für die er
fremdartige Harmonien und ungewöhnliche Sounds erkundete. Damit bilden diese
beiden Werke quasi einen Ausgangspunkt bei Oldfields Suche nach immer neuen
Ausdrucksformen - der Titel "Discovery" war 1984 durchaus auch
programmatisch gemeint.
Man wird sehen, was die Zukunft bringt - Oldfields Möglichkeiten jedenfalls
sind nach wie vor unbegrenzt.
Musicians featured on The Live Side:
1981 :
Maggie Reilly (Vocals)
Mike Oldfield
Morris Pert (Drums and Percussion)
Tim Cross (Keyboards)
Mike Frye (Drums and Percussion)
Rick Fenn (Bass and Guitar)
1982 :
Rick Fenn (Bass and Guitar)
Tim Renwick (Bass and Guitar)
Morris Pert (Drums and Percussion)
Pierre Moerlen (Drums and Percussion)
Tim Cross (Keyboards)
Maggie Reilly (Vocals)
Mike Oldfield
1983 :
Ant (Guitar)
Simon House (Violin)
Simon Phillips (Drums)
Phil Spalding (Bass)
Mike Oldfield
Maggie Reilly (Vocals)
Graeme Pleeth (Keyboards)
Pierre Moerlen (Drums and Percussion)
1984 :
Harald Zuschrader (Fairlight)
Mickey Simmonds (Keyboards)
Mike Oldfield
Barry Palmer (Vocals)
Maggie Reilly (Vocals)
Phil Spalding (Bass and Guitar)
Simon Phillips (Drums)
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