Letzte Bearbeitung,
02.07.2005
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Mit "Voyager" wurde von Mike Oldfield ein Album
präsentiert, dass seinen Schwerpunkt auf traditionell irische und keltische
Musik setzte. Die Idee dazu könnte mitunter von seinem neuen Label Warner
Music stammen. 1996 lag gerade „Riverdance“ im Trend, den Warner Music mit
Sicherheit nicht verpassen wollte. Ist zwar nur Spekulation, würde aber
erklären, warum Mike Oldfield von seinem Stil abwich.
Sechs von zehn Songs stammen nicht aus Mike Oldfields Feder, sondern sind
Volksweisen, die in einem wunderschönen Wohlklang neu zum Leben erweckt
werden. Mit "Mont St Michel" schuf Mike Oldfield ein 12minütiges,
orchestrales Musikstück, welches er mit dem London Symphony Orchestra
aufnahm.
Das ganze Album wirkt sehr ruhig und entspannt. Es lädt beim Anhören zur
Entspannung und fast schon zu Meditation ein.
Es finden sich Dudelsäcke, akustische Gitarren, diverse Flöten und sehr
sanfte E-Gitarren auf dem Album wieder, das dennoch recht unspektakulär ist.
Mit „Voyager“ ist ein Album entstanden, das man hervorragend als
Hintergrundmusik laufen lassen kann. Es regt an, aber nicht auf. Dabei ist
es allerdings nicht so mitreißend, wie zum Beispiel "The Songs Of Distant
Earth".
Wer einen Hauch von „Enya“ verspührt, liegt nicht ganz falsch. Mike Oldfield
hatte Rob Dickens als Produzent mit an Board. Rob Dickins wiederum
produzierte 1988 erfolgreich das „Watermark“ mit Enya. Dabei ist die
Geschichte gar nicht weit hergeholt, denn Mike Oldfield und Enya haben beide
irische Wurzeln. Nur nahm wohl Rob Dickins etwas zuviel Einfluss auf das
Album von Mike Oldfield, so das es zum Teil einen Touch von Enya bekam.
Diese Tatsache konnte auch der Weggefährte von Mike Oldfield, Tom Newman als
technischer Assistent, nicht verhindern.
Dabei will ich das Album nicht ins negative bringen, denn es ist im ganzen
einfach schön durchgängig anzuhören. Die eigenen Songs von Mike Oldfield
fließen förmlich in die alten Lieder der Kelten und Iren ein. Das
zwölfminütige Stück "Mont St. Michel" beendet dann auch fundamental dieses
Album, um es ohne weiteres noch einmal von vorne beginnen zulassen.
"Mont St. Michel" hat zum Beispiel von der Inspiration her, ohne weiteres
das Zeug zu einer tollen Filmmusik. Leider wurde halt nur noch kein Film
dazu produziert.
"Voyager" ist keine Typisches Oldfield-Album, dennoch sprüht es vor
Inspiration und Harmonien, die man ohne weiteres Mike Oldfield zu ordnen
kann.
Mike Oldfield ist für die, die ihn schon länger kennen, eine kleine
Überraschung gelungen. Dabei gehört es nicht gerade zu seinen essentiellen
Werken, die man aus der Vergangenheit kennt.
"Voyager" wurde 1997 in der Kategorie "Bestes New-Age-Album des Jahres" für
den Grammy nominiert.
Das Album hielt sich zwölf Wochen in den deutschen Charts, ohne jedoch in
die Top10 zu gelangen. Obwohl die spätere Single Auskopplung "Woman Of
Ireland" in verschiedenen Dance- und Clubscharts vertreten war, reichte es
nicht für eine Notierung in den Verkaufscharts.
"Voyager" ist anders als andere Alben. Mike Oldfield wirkt in seiner
Musik ruhig und entspannt. Keine großen Experimente, sondern klare und
sanfte Klänge. Ein Album, dass auch für den reinen Fan der Instrumentalen
Musik bestens geeignet ist.
"Voyager" war das erste Album von Mike Oldfield, das nur noch als
Compact-Disc erschien.
| First Release: |
26.08.1996 |
| Label: |
Warner Music UK Ltd. |
| Arbeitstitel: |
Celtic Cross |
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