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Tres Lunas

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MusicVR Episode 1
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Rezension

Rezension

Erste Meinung nach Hören der Promotion-CD

Das warten hat sich gelohnt. Mike Oldfield überrascht mit sanften und unaufdringlichen Songs auf seiner neuen Scheibe. Wie zu erwarten ist "To Be Free" das einzige Vocalstück. Die restlichen 12 Tracks sind Instrumental.

Erster Gedanke - Erste Gefühle

Irgendwie hat man Ibiza-Feelings bei dieser gesamten CD. Egal welches Stück man hört. 

Mike Oldfield bringt ein Saxophone in ein Stück unter? Beim ersten, zweiten, dritten....mal hören der Scheibe habe ich auf jedem Fall den Eindruck bei "Misty". Was sanft beginnt, wird nach einiger Zeit elegant von einem Saxophon weiter begleitet, ohne Gitarren zu übertönen. Mal etwas neues und echt gut gemacht.

"No Mans Land", das längste Stück auf der Scheibe ist ein einzelner "Song" wie alle anderen, der aber mit den anderen Tracks ebenso gut verschmilzt. Es wirkt sehr melodisch und er wird sehr ruhig gespielt. Keine Hektik oder gar Aufregung ist zu spüren. Dennoch lässt "No Mans Land" sich bei strahlendem Sonnenschein im Cabrio genauso genießen wie, Abends am Kamin mit einem leckeren Rotwein in der Hand. 

 "Return, Return, Return" haucht uns eine sanfte Stimme bei "Return To The Origin" ins Ohr. Irgendwie "Slomotion" aber mit Stil, Eindringlich aber nicht Aufdringlich. Das ist die Beschreibung die mir dazu einfällt. Nur wo bleibt die Sonne, wenn ich die Augen wieder aufmache? Da bin ich wohl mit meinem geistigen "Chill-Out" ein wenig von der Spur abgekommen.

Eingangs mit Piano und elektronisch verfremdeten Klängen übernimmt nach wenigen Sekunden die Gitarre ruhig aber bestimmend die Oberhand in "Landfall" und verschwindet dann wieder. Das Piano beendet auch wieder.

"Viber" ist für mich das flotteste Stück auf der gesamten Scheibe ohne überschwänglich den anderen "Songs" die Show zu stehlen. Es ist Rhythmus und ein eindringlicher Groove der gefällt. Das Ende wird von leichten aber markanten Vocals untermalt.

Ohne es dann groß zu bemerken ist man schon bei "Turtle Island". Auch hier sanfter Rhythmus der sich nach und nach zu einem schönen "Song" entfaltet. Bis jetzt ist es mein Lieblingssong und ich weiß noch nicht warum.

"To Be Free", die erste Auskopplung aus dem neuen Album ist und bleibt das einzige Vocalstück auf der Scheibe. Mit Jude Sim hat er wieder eine Sängerin an Bord genommen, die es schafft einem Song von Mike Oldfield noch eins draufzusetzen. 

"Firefly" kommt mit spielerischen Klängen und einem taktvollem, aber deutlich hörbaren Bass rüber. Den sanften Melodie werden immer wieder andere Instrumente beigefügt. Das Piano ist eindringlich aber sehr melodisch.

"Tres Lunas" das Titelstück der neuen Scheibe startet wie ein Song zu einem Game. Locker, flockig mit Rhythmus. Mike Oldfield packt wieder viele Gitarren und Gitarrensounds rein, so wie man es von ihm kennt. Auch das Piano kommt hier nicht zu kurz. Kleine Vocaleinlagen unterstreichen dieses Stück hervorragend.

"Daydreamer" ein Pianostück mit Effekten und später einsetzender Gitarre, das man sich gerne Abends bei einem Glas Wein anhört. Das kann am Strand in der Karibik genauso romantisch wie in einer tollen Hotel in der Bar entspannend sein.

"Thou Art In Heaven" beginnt mit einem kleinen Vocal und wird spielend zu einem soften Chill-Out mit anschließenden anwachsenden Groove der sehr sympathisch wirkt. Auch in diesem Stück findet ein Saxophone mit sanften Klängen seinen Platz.

"Sirius" startet mit tiefen Bässen und wird anschließend von verschiedenen Effekten getragen zu einem weiteren sanften Instrumentalstück ohne übertriebenen Schnickschnack. Hier versteht es Mike Oldfield wieder nacheinander das Stück zu steigern auf Grund der eingebrachten Soundeffekte mit Gitarre, Keyboard und anderen Geräten.

Fazit: 
Wer tatsächlich glaubte eine Fortsetzung von "The Songs Of Distant Earth" in dieser Scheibe zu finden liegt falsch. Genauso falsch wie die, die glauben Mike Oldfield bereitet "Tubular Bells" in irgendeiner Art und Weise zum x-tenmal neu auf. 

Nichts von dem kann man direkt mit "Tres Lunas" in Verbindung bringen. "Tres Lunas" ist ein ruhiges aber auch verspieltes Album das seinen eigenen Weg gehen wird. Vielleicht nicht so hochgelobt wie "Ommadawn" und auch nicht so wie von Kritikern zerrissen "Amarok". 

Insider hören auf dem Album klar und deutlich, dass es von Mike Oldfield ist, denn dafür sind seine Gitarreneinlagen und der Aufbau der Songs einfach zu prägnant.

"Tres Lunas" bringt uns einen neuen Mike Oldfield Sound, der an die alten Alben anknüpft, sie aber nicht auftaut. Mir gefällt es einfach und es passt, wie sooft in vielen Lebens und Gemütslagen.

Version 4.1 © 2002-2006 by Stawi. Alle Rechte vorbehalten. Impressum und Rechtliche Hinweise.