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The Millenium Bell

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Letzte Bearbeitung, 02.07.2005

 

 

 

Mit „The Millennium Bell“ hat Mike Oldfield ein Jahrtausendwerk geschaffen. Denn mit seinem neuen Album feiert er die vergangenen 2000 Jahre - und den Weg der Menschheit vom Altertum bis in die Gegenwart. 

„The Millennium Bell“ ist nach einer monatelangen Reise, Oldfields, durch die ganze Welt entstanden. Die Idee für das Album ist ihm allerdings schon im September des Vorjahres, während der Performance von Tubular Bells III bei der Horseguards Parade in London, gekommen. Dort stimmte er den Glockenschlag des BigBen auf sein Konzert ab. Dieses Ereignis ließ das Konzept von „The Millennium Bell“ für ihn unwiderstehlich werden.

Die Uraufführung seines Werkes hatte er passender Weise am 31.12.1999 in Berlin. 

Mit "The Millennium Bell" hatte man eine gewisse Erwartungshaltung. Denn immer wenn "Bell" bei Mike Oldfield mit im Albumtitel ist, erwartet man etwas fundamentales. Nun gehört aber "The Millennium Bell" nicht in die "Tubular Bells" - Reihe. Das schon mal vorneweg.

"The Millennium Bell" ist ein Album für sich, das sehr facetten- und kontrastreich ist. Obwohl „The Millennium Bell“ sehr kontrastreich gestaltet ist, bis hin zu den Technoklängen am Ende, harmoniert jeder Titel mit dem nächsten. Das zeigt dem Hörer, das es Mike Oldfield noch "drauf" hat.

Mike Oldfield packte alles in das Album rein, was ihm wohl einfiel. Dabei mag man gar nicht glauben das er im gleichen Jahr Guitars herausgebracht hat.

"The Millennium Bell" besteht aus New Age Musik, "Lalala"-Melodien und recht aufwendigen Melodien. Dabei setzt er guter Sänge, imposanter Chöre und ein Orchesters ein. Mike Oldfield ist in den Jahren zuvor anscheinend nicht nur auf Ibiza in den Discotheken umhergezogen, sondern hat sich wohl auch die eine oder andere Scheibe seiner "Mitbewerber" angehört.

Gerade bei "The Doge's Palace" muss man an Rondo Veneziano zum Beispiel denken. Aber auch Klänge von Enya oder Emiga lassen sich nicht immer leugnen. Über die Discovariante von "The Millennium Bell" kann man sich streiten. Für mich hört sich das an, als ob da jemand ein bisschen zuviel mit den Reglern gespielt hat. Was auch nicht weit hergeholt ist. Der Song gefällt, aber es ist halt gar kein typischer Mike Oldfield mehr.

Ein Song mit dem Titel "Excalibur" machte nach fast einem Jahr die Runde in den Tauschbörsen dieser Welt. Er sollte ursprünglich mit auf dem Album veröffentlicht werden, stellvertretend für die Zeit der bekannten Ritter und ihrer Tafelrunde. Allerdings wurde "Excalibur" Ersatzlos gestrichen und auch nicht als "B-Seite" einer Single aufgelegt.

Mike Oldfield hatte das alte Jahrtausend mit einer Musikgeschichte, die über 40 Millionen verkaufte Alben beinhaltet, verlassen. Seinen Schritt in die neue Zeit hatte er würdig vorbereitet. Auch wenn da die Meinung mehr als auseinander gehen. Aber das macht Mike Oldfield aus. Er probiert halt einfach mal neue Sounds aus, ohne dabei ganz und gar seine Herkunft zu vergessen.

Zwei Wochen nach Veröffentlichung war das neue Album auf Platz 39 in den deutschen CD-Charts eingestiegen.


First Release: 29.11.1999
Label: Warner Music UK Ltd.
Arbeitstitel: The Millennium Project, Saqsaywaman

 

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