Letzte Bearbeitung,
02.10.2005
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Mit "Heaven's Open" hat Mike Oldfield sein wohl
umstrittenstes Werk präsentiert.
Nachdem "Amarok" 1990 und "Heaven's Open" 1991 erschienen ist, wurde von
einer Schaffenskrise gesprochen. Zum ersten Mal stellte sich Mike Oldfield
selbst vor das Mikrofon und sang alle Titel selber. "No Dream" und die
Single-Auskopplung "Heaven's Open" sind hier sicherlich die Höhepunkte.
"Music From The Balcony" dagegen, ist das wohl schlechteste
Instrumentalstück, welches Mike Oldfield bis zu diesem Zeitpunkt
veröffentlicht hat.
"Amarok" und "Heaven's Open" waren die Endprodukte der ständigen Querelen
zwischen Virgin-Boss Richard Branson und Mike Oldfield. Die daraus
resultierende Trennung von Virgin folgte noch im selben Jahr. "Make Make"
und "Gimme Back" sind in diesem Sinne auch ein klarer Song gegen den Virgin
Boss. Sinnigerweise war der Arbeitstitel des Albums "Man In The Rain".
"Heaven´s Open" war das vertraglich vereinbarte dreizehnte Studioalbum und
gehört nicht zu meinem allerliebsten Alben. Allerdings gefallen mir zum
Beispiel die Songs "Make Make", "Gimme Back" und "Mr. Shame" noch recht gut.
Auch wenn Mike Oldfield nicht wirklich singen kann und das trotz intensiven
Gesangsunterricht bei bei Helena Shenel, kann man sich das Album ohne
weiteres anhören. Helena Shenel hat im übrigen als Vocalcoach auch George
Michael zur Höchstform gebracht hat. Leider hat es bei Mike Oldfield nicht
wirklich viel gebracht.
Der Grund warum sich Mike Oldfield auf der Scheibe Michael Oldfield nennt
mag ein Grund gewesen sein um zukünftigen Schaden von seinem Namen
abzuwenden.
Damit die ganze Sache noch bisschen mehr verwirrt, hat auch Tom Newman als
Produzent seinen Namen in Thom Newman umgewandelt. Und selbst Virgin hat das
Spiel mitgemacht oder die Tatsache übersehen, das anstelle von "Virgin
Records" im Booklet "Virgin Recordes" steht.
Das Album beinhaltet viele kleinen Seitenhieben und Anspielungen, u.a.,
wenn Mike Oldfield auf "Make Make" sehr deutlich mit Virgin und Branson
abrechnet, wo es u.a. "We're on the Make Make, We only take take" oder "Don't
you know we're not Virgin" heißt.
Das Cover mit dem Ei geht angeblich auf eine Idee Richard Bransons für
"Tubular Bells" zurück, dort sollte allerdings Blut aus dem Ei fließen, auf
"Heaven´s Open" werden hingegen Tauben freigesetzt. Wobei die mit Sicherheit
nicht den Frieden sondern die Neuerlangte Freiheit von Mike Oldfield
symbolisieren soll.
Trotz allem war die CD sogar in den Charts kurz vertreten. Bis jetzt sind
mir jedoch nur die Schweizer bekannt.
Ironischerweise, wurde das Label Vigrin Records von Richard Branson an
EMI verkauft, nachdem Mike Oldfield "Heaven´s Open" veröffentlicht hatte.
Richard Branson begann somit mit Mike Oldfield und Virgin und beendete
beides fast gleichzeitig.
| First Release: |
18.02.1991 |
| Label: |
Virgin Records Ltd. |
| Arbeitstitel: |
Man In The Rain, Brain Damage |
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