Letzte Bearbeitung, 02.10.2005
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"Guitars ist das sensible, romantische Werk eines genialen
und experimentierfreudigen Künstlers." So präsentierte WEA das Album.
Mit "Guitars" widmete sich Mike Oldfield seinem Lieblingsinstrument, der
Gitarre, auf einer ganze CD. Sämtliche Sounds, inklusive Drums wurden
durch Live-Gitarren, Midi-Gitarren und individuell gesampelte Gitarren
erzeugt.
Was bei dem ganzen Programmieraufwand herauskommt, sind melancholische und
düstere Songs wie "Muse" oder "Embers", aber auch harte oder bombastische
Stücke wie "Summit Day", "Cochise" und "Out Of Mind".
Wenn sich auch das durch Gitarren erzeugte Schlagzeug teilweise plastikhaft
anhört, ist "Guitars" ein gelungenes Werk, das sich in den deutschen Top 100
von 0 auf Platz 16 platzieren konnte. Allerdings war "Guitars" nur insgesamt
neun Wochen in der deutschen Verkaufs-Hitparade vertreten.Mike Oldfield
war zum Ende der neunziger Jahre seit langem wieder stark mit seiner Musik
beschäftigt. Drei Alben in zwei Jahren, so etwas war schon lange her. Nach
seinem eher stärker computerisierten Album "Tubular Bells III", arbeitete
Mike Oldfield, fast zeitgleich, an "Guitars" und "Millennium Bell".
Damit bewies er wieder einmal deutlich seine musikalische Vielseitigkeit.
Von Monotonie, keine Spur und das in dem Fall, ganz ohne Gesang, sondern
einfach nur mit Gitarren.
Es gibt auf dem Album "Guitars" mit Sicherheit auch wieder eine Fülle von
synthetischen Klängen. Allerdings wurde alles über Midi-Gitarren
eingespielt, so das man ohne weiteres sagen kann, bei "Guitars" wurde die
Gitarre als einziges Instrument verwendet.
Das Ergebnis ist ein recht unspektakuläres Album, das in verschiedene
Facetten hineinreicht. Zu den bevorzugten Musikrichtungen verarbeitet Mike
Oldfield auf "Guitars" sogar einen Touch von Country-Musik in "Four Winds",
ohne dabei auch einmal krachende E-Gitarren, wie in "Out of Mind", Außeracht
zulassen.
Mike Oldfield spielte dieses Album zwar etwas altmodisch ein, allerdings
verzichtete er auf langatmige Kompositionen und verwendete nur kurze Stücke.
Dieses Album ist insgesamt meistens zurückhaltend und entspannt. Es lädt
dabei eher zum Nebenbeihören, als zum vollem Erleben ein.
"Guitars" in ein Oldfieldsches Beiwerk zu den gesammelten Werken. Kein
Album das man sich dauerhaft antun möchte, auch wenn es die eine oder andere
tolle Idee hat. "Guitars" ist nicht schlecht, aber es ist halt auch kein
Mega-Highlight.
| First Release: |
24.05.1999 |
| Label: |
Warner Music UK
Ltd. |
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