Letzte Bearbeitung,
02.07.2005 |
Mit dem Album "Crises" (Krise) beendete Mike Oldfield 1983 seine "Taurus"-Reihe. "Taurus III" ist jedoch im Verhältnis zu "Taurus I" und "Taurus II" mit einer Spielzeit von 2:25 recht kurz ausgefallen.
"Crises" als längstes Instrumentalstück und gleichzeitig als Titelsong auf
dem Album, fällt durch seinen Tempo und dem wechseln der Melodien sehr stark
auf. Theoretisch hätte man daraus mindestens vier Tracks inklusive zwei
Songs machen können. "Crises" und "The Watcher and the Tower" als Song
und zu Beginn und Ende jeweils einen imposanten Namen für die instrumentalen
Stücke.
Das Album "Crises" erreichte Top-Plätze in den Charts, unter anderem war
es in Deutschland sieben Wochen auf Platz eins.
Dies waren neue Dimensionen, da sich auch die Single "Moonlight Shadow"
über 50 Wochen in den deutschen Top 100 halten konnte. Die Single wurde in
vielen europäischen Ländern vergoldet. Beste Platzierung in Deutschland war
die Position 2.
"Shadow on the Wall" schaffte es vierzehn Wochen in den Charts 1983/84 zu
verbringen und erhielt als Top-Position den Platz 3.
Zu "In High Places" gab es in Deutschland keine Auskopplung, dafür hatte
Mike Oldfield gemeinsam mit Jon Anderson, im Jahre 1986, und "Shine" einen
weiteren Hit. "Shine" erschien jedoch auf keinem Album.
Der Name Mike Oldfield stand in Europa unverändert hoch im Kurs. "Crises"
war zu diesem Zeitpunkt die erfolgreichste Veröffentlichung nach "Tubular
Bells".
Spätestens der, der einzelnen Stücke auch einmal Live erlebt hat, kann
nachvollziehen, warum Mike Oldfield damals in den Charts vertreten war. Er
traf in den 80er einfach genau das, was das Publikum hören wollte.
Die Songtexte sind nicht im Booklet, wie so oft, zu finden. Nur auf der
Rückseite ist eine Zeile aus "Crises" vorhanden. "The Watcher and Tower.
Waiting hour by hour."
Mit "Crises", ist 10 Jahre nach "Tubular Bells", ein recht kommerzielles
Album entstanden. Auch wenn Mike Oldfield sich auf der ersten Seite mit
einem langen Instrumentalstück austoben kann, so hat wohl Virgin Boss
Richard Branson persönlich dafür gesorgt, das auch die Zielgruppe des Pops
befriedigt wird. Da Mike Oldfield wohl nicht alleine an Maggie Reilly
glaubte, holte er für den Gesang Jon Anderson und Roger Chapman zur
Unterstützung an Board.
Okay, mit "In High Places" war in Deutschland nicht viel zu holen,
allerdings mit "Shadow on the Wall". Diese Mischung war es 1983 wohl, mit
der Virgin weiter arbeiten wollte.
Ich bin ehrlich, solche Alben wir "Crises" waren es damals, die mich von
Mike Oldfield begeisterten. Etwas tragendes und Imposantes, aber auch mal
ein paar Melodien, die einfach nur Freude machen.
| First Release: |
27.05.1983 |
| Label: |
Virgin Records
Ltd. |
| Arbeitstitel: |
Decade |
|