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Ommadawn

ommadawn_cd_cover_smallEs ist schwierig das Album Ommadawn von Mike Oldfield aus dem Jahre 1975 einzuordnen. Es steht, nach den erfolgreichen Alben „Hergest Ridge“ und „Tubular Bells“, als ein Meisterwerk für sich selbst. „Ommadawn“ setzt zwar die Linie von „Hergest Ridge“ fort, ist aber ein in sich stimmiges und für sich alleine stehendes Werk von Mike Oldfield.

Schon 1975 soll Mike Oldfield Probleme mit sich gehabt haben. Es wird immer wieder von Alkohol-und Drogensucht gesprochen. Hört man sich „Ommadawn“ an, muss man sich die Frage stellen, Genie oder Wahnsinn?

„Ommadawn“ wirkt nicht so verspielt wie „Tubular Bells“, das gesamte Album wirkt in sich reifer und zeigt dem Hörer eine Linie. Es gibt verstärkt keltisch-folkloristischen Einflüsse und neben irisch klingendem Gesang gibt es auch den Dudelsack zu hören. Zum Ende des ersten Teils setzen südafrikanische Klänge ein. Somit wirkt „Ommadawn“ Weltoffen, was im Umkehrschluss den Begriff „Weltmusik“ definieren lässt. Von diesem Ausdruck und der Musikgattung war man jedoch 1975 noch weit entfernt. Sozusagen ein Geniestreich von Mike Oldfield.

Zum ersten Mal holte sich Mike Oldfield prominente Unterstützung zu seinem Album. Für Pierre Moerlen ist das Album „Ommadawn“ die erste Zusammenarbeit mit Mike Oldfield. Paddy Moloney von den Chieftains spielt den Dudelsack. Zur weiteren Unterstützung treten seine Geschwister Terry Oldfield und Sally Oldfield mit an. Weitere gesanglichen Unterstützung erhielt Mike Oldfield durch Clodagh Simmonds. Simmonds war bereits auf „Hergest Ridge“ zu hören war.

Der erste Part gehört wohl zu den besten Stücken, die Mike Oldfield komponiert hat. Die leidenschaftliche Arbeit mit der Gitarre, verführerische Rhythmen mit einer kräftigen Portion toller Melodien, lassen die Fanherzen höher schlagen.

Um so trauriger ist es, das „Ommadawn“ kein durchgängiges Werk wurde. Der zweite Teil beginnt mehr als anstrengend und langatmig, um irgendwann dem Hörer mit einer schleppenden Melodie fast in Depressionen verfallen zu lassen. Doch bevor es soweit ist, gibt es nach fünfeinhalb Minuten eine schöne Melodie, auf der Akustikgitarre gespielt, so das man einem Suizid noch entrinnen kann.

Mein Lieblingspart, im Teil 2, kommt dann endlich nach fast zwölf Minuten. Mike Oldfield´s E-Gitarre, die Mandoline, den stampfenden Geräuschen, die dann meine Füße mitwippen lassen, ist das, was mich wieder fröhlich macht.

Das Ganze Album wird dann quasi mit einem Kinderlied zum Abschluss gebracht. „On Horseback“ ist ein kleines Liedchen mit einem Hauch von Witz und Naivität. Ein kleines, aber feines Stück Musik, das mit einer einfachen Melodie seine Aufmerksamkeit erregen kann.

Mike Oldfield singt selbst, bzw. würde man es eher einen Sprechgesang nennen. Richtig gesungen, von Mike Oldfield, wird nur im Refrain, der sich dann von einem Kinderchor unterstützen lässt.

Vielleicht doch ein bisschen Wahnsinn? „Ommadawn“ spaltet schon seit der Erstauflage die Kritiker und Fans. Einigkeit darüber, ob es ein künstlerischer Hochgenuss ist oder ein einfach mieses Album, gibt es nicht.

„Ommadawn“ ist die Lautschrift für das gälische Wort Amadan. Dies bedeutet Narr bzw. Idiot. Der spätere Titel für dieses Album stammt aus dem von Clodagh Simonds geschriebenen Text des Finales im ersten Teil.

Warum der Arbeitstitel von „Ommadawn“ zu Beginn aber „Pickles On My Glockenspiel“, das Übersetzt „Gurken auf meinem Glockenspiel“ heißt, war, wurde nicht überliefert.


First Release: 21.10.1975
Label: Virgin Records Ltd.
Arbeitstitel: Pickles On My Glockenspiel

Details

Part One (19:14)
Part Two (17:17)

(„On Horseback“ wird nicht Namentlich erwähnt.)

Composed by Mike Oldfield
Produced by Mike Oldfield


Mike Oldfield spielt: Harp, Electric-, Acoustic-, Classical- and Twelve-String Guitars, Acoustic- and Electric Basses, Mandolin, Bodhran, Bazouki, Banjo, Spinet, Grand Piano, Electric Organs, Synthesizers, Glockenspiel, Assorted Percussion.
Produziert und Aufgenommen Mike Oldfield
Music komponiert Mike Oldfield
Lyrics Mike Oldfield und William Murray
Brass The Hereford City Band
African Drums Jabula (Julian Bahula, Ernest Mothle, Lucky Ranku and Eddie Tatane)
Vocals Clodagh Simmonds, Bridget St John, Sally Oldfield
Pan Pipes Terry Oldfield
Tympani Pierre Moerlen
Recorders Leslie Penning
Cello David Strange
Trumpet Don Blakeson
Uillean Pipes Paddy Moloney
Vocals on „On horseback“ „The Penrhos kids“ (Jason, Abigail, Ivan and Briony Griffiths)
Northumbrian Bagpipes Herbie
Percussion / General Assistent William Murray
Aufgenommen in The Beacon (Africa Drums in „The Manor“)
Entstanden Januar – September 1975
Cover Fotograf: David Bailey
Anmerkung: Zwei Worte zu dem „Pferde“ Lied auf Seite zwei sind von Mike Oldfield und William Murray.