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Five Miles Out

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Nach dem Mike Oldfield 1979 aus Leidenschaft seinen Pilotenschein gemacht hatte, lies er sich nach einem Zwischenfall in der Luft zum Titelsong „Five Miles Out“ inspirieren.

Die Inspiration war ein Sturm mit Gewitter in den Pyrenäen, in dem Mike Oldfield ein paar Jahre zuvor mit einem Flugzeug in Lebensgefahr geraten war. Somit ist nicht nur der Song, sondern auch das ganze Cover aus seinem Leben gegriffen.

Wie zuvor schon in „Platinum“ und „QE2“, kombinierte Mike Oldfield im Album „Five Miles Out“ einen langen und mehrere kürze Titel zu einem Gesamtwerk.

Mike Oldfield überraschte sein Publikum mit dem 24-minütigen Instrumentalstück „Taurus II“, in dem er irische Folklore mit britischen Rock/Pop verknüpfte.

Dieser instrumental Epos ist die zweite Fortsetzung der späteren Taurustrilogie.

Mit „Taurus II“ konnte man Mike Oldfield wieder mal in Hochform erleben. Voller Ideen, Melodien und den verschiedensten Stimmungen sprudelt dieses Stück nur so. Zwischendurch wird kurz ein Thema von „Taurus I“ aufgenommen, und stellt so seine Verbindung zum Vorgänger her. Viele Bestandteile von „Taurus II“ findet man später in den einzelnen Songs auf dem Album wieder. Das Gesamtthema wird dabei deutlich von „Five Miles Out“ getragen.

„Taurus II“ ist mal aufreibend und dann wieder besinnlich – vor allem die kurzen Gesangseinlage von Maggie Reilly bringen dazu noch Folkeinflüsse mit, die durch das Dudelsackspiel von Paddy Moloney mit unterstützt werden. Ansonsten prägt Mike Oldfield mit seiner E-Gitarre „Taurus II“, das ist etwas, was man auf „QE2“ zuvor doch vermisst hatte.

„Family Man“ kann man in die neue Art von Musik einordnen, die für Mike Oldfield vor eine  Herausforderung stellte. Es bewegte sich in das Genre „Popmusik“.

„Family Man“ hörte man später immer öfters mal im Radio allerdings war dieser Song eher mäßig im Erfolg. Im Jahr darauf schafften es Hall & Oates mit der Single in die US-Top 10.

Als weiteres Instrumentalstück entdeckt man irgendwann „Orabidoo“ für sich. Es ist im eigentlichen Sinn eine Sammlung von verschiedenen Musikstücken, wobei das Thema aus „Taurus II“ weiter getragen wird. Dies hat nun auch wieder ein besinnliches Glockenspiel im Angebot, dass an das Thema von „Conflict“ aus dem Vorgängeralbum „QE2“ erinnert.

Im Song „Mount Teide“ gibt sich Carl Palmer von Emerson, Lake and Palmer bzw. damals Asia die Ehre. „Mount Teide“ ist ein eher besinnlich Song, nicht ganz so stark wie „Woodhenge“ auf „Platinum“, aber ähnlich ausgelegt.

Einen Fehler mit Fortsetzung gibt es auf allen CD-Versionen von „Five Miles Out“. „Mount Teide“ heißt im Booklet „Mount Teidi“, was definitiv falsch ist. Virgin scheint so etwas nicht zu bemerken, denn auch in der späteren Remastered Fassung wird es noch falsch geschrieben.

Der Abschluss in diesem durchweg gelungenen Album, bildet „Five Miles Out“. Es ist an manchen Stellen sehr aggressiv geraten, verbindet sich aber wieder zu einer ausgereiften Harmonie mit „Taurus II“.

Kurz nach Beginn des Stückes, spielen die Streicher die ersten Noten von „Tubular Bells“. Ein typisches Beispiel für Mike Oldfield, das ihn das Thema „Tubular Bells“ nie wirklich los lässt.

„Five Miles Out“ war Mikes größter Hit, nach „Ommadawn“, in Großbritannien. Und das trotz schlechter Kritiken.

Für mich war „Five Miles Out“ das Album, das mich zum Fan machte. Im Oktober 1982 radelte ich zu meinem ersten großen Konzert, nach dem ich das Album fast schon kaputt gespielt hatte. Mit seiner „Five Miles Out“ – Tour hat mich Mike Oldfield damals einfach in den Bann gezogen.

Es war bislang die größte Tournee von Mike Oldfield, in der er sowohl Europa als auch in Nordamerika, Japan und Australien auftrat.

Bei dieser Welttournee wurde Mike Oldfield von einer Gruppe namhaften Musiker begleitet. Unter anderem mit Maggie Reilly, Pierre Moerlen, Morris Pert, Tim Cross und Rick Fenn.

Anlässlich der Welttournee, wurde im August 1982 die Single „The Mike Oldfield EP“ veröffentlicht. Auf dieser Single befinden sich „Mistake“ und „(Waldberg) The Peak“ Bei kann man „Five Miles Out“ zuordnen, allerdings sie nicht auf dem Album vertreten.

Das Album „Five Miles Out“ auf Vinyl erschien im übrigen am 19.03.1982, die CD dann ein Jahr später.

Wenn man heute die Leute nach dem Song „Five Miles Out“ fragt, erhält man die Antwort das dies ein Hit aus den Achtziger sein müsste. Das dem jedoch nicht so ist, wissen die wenigstens. Die ist ein Beweis dafür, das auch ohne Hitparade ein Song ein Hit sein kann. Oder besser gesagt, auch ein Ohrwurm ist ein Hit.


First Release: 19.03.1982
Label: Virgin Records Ltd.

Details

Taurus II (24:49) – Mike Oldfield
Family Man (3:45) – Oldfield/Cross/Fenn/Frye/Reilly/Pert
Orabidoo (13:03) – Oldfield/Cross/Fenn/Frye/Reilly/Pert
Mount Teidi (4:10) – Mike Oldfield
Five Miles Out (4:17) – Mike Oldfield


Komponiert und Produziert Mike Oldfield
Mike Oldfield spielt Guitars, Bass, Keyboards
Abgemischt Mike Oldfield
Aufnahmeassistent und
Coproduzent ‚Five Miles Out‘
Tom Newman
Aufnahmeassistent bei  ‚Mount Teide‘ Richard Mainwaring
Technischer Assistent Richard Barrie
Songschreiber Mike Oldfield
Vocals Maggie Reilly, Mike Oldfield
Percussion, Keyboards Morris Pert
Keyboards Tim Cross
Guitars Rick Fenn
Percussion Mike Oldfield Frye
Uileann Pipes on ‚Taurus II‘ Paddy Moloney
Percussion on ‚Mount Teide‘ Carl Palmer
Drums on ‚Five Miles Out‘ Graham Broad
Strings on ‚Five Miles Out‘ Arrangiert von Morris Pert
und geleitet von Martyn Ford
Special Thanks Jeremy Parker, Martin Birch
Sleeve Design by Mike Oldfield
Painting by Gerald Coulson

Der Großteil von „Five Miles Out“ wurde in einem privaten Studio von Mike Oldfield in Buckinghamshire aufgenommen.