Hibernaculum

The Inner Land – Veröffentlicht

„Shaped-Signs“ hat Wort gehalten. Nachdem es ausreichend Vorbestellungen im Vorfeld gegeben hatte, wurde das neue Album „The Inner Land“ auf CD gepresst.

Seit Herbst 2006 haben Volker Kaufmann und Ron Grahnert an ihrem dritten Album gearbeitet. Wer sich mit „Shaped-Signs“ schon beschäftigt hat, weiß dass die Beiden einige Kilometer entfernt wohnen. Ron in Dresden und Volker in der Nähe von Köln.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit ein paar kleine Happen aus dem neuen Album „The Inner Land“, dass zu Beginn den Arbeitstitel „Daydream“ trug. Allerdings diesmal etwas zurückhaltender als bei „Nature´s Odysee“ oder „Exodus“. Es gab eine ganze Menge von Gründen, warum das Album so lange gebraucht hat. Umso mehr können wir uns freuen, dass es nun endlich da ist.

Heute war also endlich der Tag, der Tage. Offizielles Release von „The Inner Land“. Das warten hat sich gelohnt. Das Album ist eine kleine Abenteuerreise, ein Erlebnis und vollgepackt mit Überraschungen.


„The Inner Land“ ist im ersten Moment „Shaped-Signs“, wie ich sie kennenlernen durfte. Grandiose Instrumentierung, nicht zu voll gepackt, sondern ausgewogen gespielt. Saubere Klänge, saubere Riffs, durchdachte Melodien und schöne Tempowechsel.

Die Aufnahmen haben eine Topqualität, so das man meinen könnte ein großes Studio steckt dahinter.

Das „Intro“ beginnt ruhig, leicht mystisch und lässt nicht wirklich ahnen, auf was man sich nun einlässt. Was auf einen in der nächsten Stunden auf einen zukommt. Das „Intro“ wage ich mal als kleinen Gruß von „Nature´s Odyssey“ zu bezeichnen.

„The Inner Land“ als zweiter Track startet mit einer schnelleren Melodiefolge und gesprochenen Vocalparts. Nach über zwei Minuten gibt es ein regelrechtes Gitarren und E-Bassgewitter. Gefühlt, steigen das Tempo und der Puls. Alleine dieser Track mit einer Spielzeit von neun Minuten, gibt einen kaum die Zeit zur Ruhe zu kommen. Man rutscht in ein Wechselbad der Gefühle. Schlagzeug, Piano und Gitarren wechseln sich ab und nach fünf Minuten Spielzeit bleibt einen fast die Luft weg. Habe ich überhaupt geatmet?

Chance Luftzuholen gibt es erst nach einer Spielzeit von 6 Minuten. Doch die Ruhe währt nicht lang. Es ist alles Steigerungsfähig. Höre ich mal Steeldrums, sind es im nächsten Moment schon Streicherparts.

Nach sieben Minuten Spielzeit wird es versöhnlich. Man kann Luft holen und sich fallen lassen. Nur Gitarre und Piano, kleine zarte Effekte, nach gespielten acht Minuten. Der Abschluss auf die neunte Minute trifft genau den Punkt. Ohne Ausblendung. Sauberer Abschluss. Klasse Stück.

Stimmungswechsel. „Fading Memories“ gibt uns erst einmal Rätsel auf. Ist da was? Läuft die Musik? Was sind das für Geräusche? Nach einer Minute wissen wir, dass Album läuft noch. Ein Intro in einen Song nach gefühlten zwei Minuten ist schon spannend. Die Erwartungen steigen und man wird nicht enttäuscht. Ein Thema von „The Inner Land“ wird noch einmal kurz aufgegriffen. Bei den folgenden zwei Minuten spürt man gar nicht wie die Zeit vergeht.

Beim fünften Mal anhören am heutigen Abend ist das Album nicht einmal langweilig geworden. Es gibt viel zu entdecken und ich könnte noch mehr dazu sagen, schreiben oder es in die Welt hinaus rufen.

Es ist lange her, dass mich ein Album von Anfang an so begeistert hat. Das Album hat einen roten Faden und lässt einen nicht im Regen stehen. Auch wenn man glaubt, da passt was nicht, beim nächsten Mal weiß man das es nur so passen kann.

„The Inner Land“ hat von vielen was. Es strotz vor Ideen und Innovation. „Shaped-Signs“ als Team kann sich ohne Probleme in die Reihe von Mike Oldfield und Jean-Michel Jarre stellen. Große Instrumentalisten die in den vergangenen Jahren uns immer wieder überrascht haben. Dabei schaffen es „Shaped-Signs“ sich auf angenehme Art und Weise von diesen großartigen Musikern abzusetzen. Sie haben ihren Stil und machen ihr Ding.

Das Album ist schwer zu beschreiben. Alleine „The Inner Land“, es ist bombastisch und abwechslungsreich. Es hat was von Folk und Rock, ist aber Shaped-Signs.

Geh auf die Reise mit „Oneiros“, dem dritten Track mit einer Spielzeit von 8:43 Minuten. Versucht ihn zu verstehen, ihr werdet mich verstehen, warum er schwer zu beschreiben ist.

Als Überraschung gibt es einen Hidden Track, der nicht im Booklet steht. Ja, genau. „The Inner Land“ hat nicht 15 sondern 16 Tracks. Mehr werde ich jedoch nicht verraten. Er dürfte jeden „Shaped-Signs“ Fan überraschen. Um meine Reaktion zu beschreiben, ich war leicht irritiert.

Zur Feier des Tages habe ich heute entschieden, drei Alben von „The Inner Land“ zu verlosen. In den nächsten Tagen gibt es ein kleines Rätsel auf www.news.hibernaculum.de. Später mehr dazu.

Mein Tipp, wartet nicht bis zur Verlosung, bestellt euch „The Inner Land“ bei „Shaped-Signs“ heute noch. Wenn ihr es hört, werdet ihr mich verstehen.

An dieser Stelle meinen aller herzlichsten Dank an Volker und Ron, für dieses Erlebnis.