Hibernaculum

Das erste Mal Music Of The Spheres

Dienstagabend in Berlin. Die Yellow Lounge zu Gast im Tape in der Heidestraße mit einem klassischem Auftakt zur Popkomm 2007. Wie angekündigt gab es tatsächlich einen eigenen Bereich, wo DJ Terrible dann Mike Oldfield auflegte. Eine ungewohnte Location und ein ungewohntes Ambiente für einen Abend mit der Musik von Mike Oldfield. Aber der Reihe nach.

Zuvor trafen wir uns mit Holger von Tubular-World.com und haarten bei unangenehmen Außentemperaturen den Dingen die da kommen werden. Rund zwanzig Minuten später als angekündigt, wurde der Einlass und die Kasse geöffnet. Recht junges Publikum und viele Menschen die sich kannten, so der erste Eindruck. Innen alles recht dunkel, halt eine Partylocation in Berlin. Schnell fand ich den „Special-Floor“ in dem Mike Oldfield aufgelegt wurde. Wir saßen uns in eine Ecke und lauschten den Klängen von Tubular Bells in verschiedenen Varianten. Teilweise spielte DJ Terrible, nicht wirklich gekonnt, auch Auszüge aus dem Album von Dou Sonare. Dann war es auch schon so weit, Holger gab dazu den Tipp, es erklang etwas was sich nach dem Grundthema von Tubular Bells anhörte. Aber halt ganz anders und mit großem Orchester.

Die Deutschlandpremiere des Album „Music Of The Spheres“ von Mike Oldfield war in vollem Gange. Von den Rund 30 Anwesenden nahmen es mit uns vielleicht 6-10 Leute halbwegs war. Auf Grund der schlechten Soundqualität kam das Album mit Sicherheit nicht so rüber, wie es wirklich ist.

Mit „Music Of The Spheres“ erfüllt Mike Oldfield seinen Fans den Wunsch nach einem ganzheitlichen in sich geschlossenem Album. Es hat seine ruhigen und sehr aufregenden Momente. Insgesamt würde ich den Vergleich mit der Orchesteraufnahme von „Tubular Bells“ machen. Mit der Ausnahme das es zu „Music Of The Spheres“ nicht die entsprechende Fassung mit E-Guitar und entsprechenden Innovationen gibt. Es ist aus meinem ersten Mal einfach ein klassisch angehautes Album, das sich wunderbar dazu eignet als Filmmusik zu dienen. Das was ich hörte fand ich schön, jedoch bis jetzt noch nicht Spektakulär.

Genauso Unspektakulär war auch das ganze Drumherum. Keine Infos, keine Flyer und keine Kommentare zu dem was da passiert. Mit Sicherheit wird das einer Premiere oder Vorpromiere eines neuen Albums von Mike Oldfield nicht gerecht. Wir hörten uns jedoch das Album bis zum Ende an, auch wenn es durch das ganze Stimmengewirr nicht immer möglich war. Danach gab es wieder Tubular Bells auf die Ohren. Nachdem DJ Terrible dann jedoch etwas seltsam mitten in der Musik abbrach und wiederholt „Music Of The Spheres“ auflegte, verließen wir den „Special-Floor“. In der vorderen Area blieben wir dann jedoch auch nicht lange, da uns Danille Denise mit Ihre Gesangseinlage zu Händel nicht zusagte. Auch wenn sie ihre Berlin Premiere hatte.

Ein interessanter Abend fand damit sein Ende und wir gingen.

Persönlich werde ich nun abwarten bis ich das Album in meiner Hand habe, um dann meine endgültige Meinung abzugeben. Das wird vermutlich jedoch erst im November 2007 nach der Veröffentlichung erfolgen.